Faszination

01.03.2026

Faszination


Ich war wie ein Schwamm.

Wie ein trockener Schwamm, der sich nach Wasser sehnt.

 

Ich wollte fühlen, erkennen, erfahren und begreifen.

Ich wollte erleben.

 

Mich faszinierte alles.

Das Wissen, dass es mehr gibt, als wir uns vorstellen können.

Das Leben, das jeder Mensch auf seine eigene Weise lebt.

Gedanken, die nie die gleichen sind.

 

Und dieses leise, immer stärker werdende Gefühl in mir –

dass ich und mein Leben hier nicht zufällig sind.

Nicht ohne Grund, nicht ohne einen tieferen Sinn.

Ein Stückchen mehr vom roten Faden.

 

Besonders faszinierten mich alte Menschen.

Die Art, wie sie mich ansahen,

als würden sie mehr sehen, als sie aussprachen.

 

Ich sah in ihren Augen das Leben, die Liebe, die Kraft und den Mut.

Aber auch die Trauer, die Hilflosigkeit, die Schuld und die Angst.

Angst vor dem, was noch kommt.

Und niemand wusste, wann. Oder wie.

 

Oft nahmen sie meine Hände.

Hielten sie wortlos fest.

Streichelten mich sanft.

 

Hände, die nicht nur berührten,

sondern begriffen.

Im doppelten Sinn.

 

Gib mir deine Hand, 

sprach der Fuchs



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